Systemische Soziale Arbeit

Soziale Arbeit stellt sich mit anderen Worten als Adressenarbeit dar, die durch geschicktes Arrangieren der Vorbedingungen für Inklusionsrelevanz Inklusion erhalten oder ermöglichen soll. Sie arbeitet – legt man die Systemtheorie zugrunde – nicht an den „Leuten“ oder Menschen „selbst“, wie es beispielsweise erzieherische oder therapeutische Bemühungen beabsichtigen, sondern sieht ihre Funktionserfüllung im Umweltarrangement der betroffenenweiter lesen

Luhmanns Objektivität

Dieses Objektivitätsprinzip (bei Luhmann) lautet: „Die Eigenschaften des Beobachters dürfen nicht in die Beschreibung des Beobachteten eingehen“ (Foerster 1993b: 63). Dies ist allerdings für Foerster ein Ding der Unmöglichkeit, denn „wenn die Eigenschaften des Beobachters, nämlich die Eigenschaften des Beobachtens und Beschreibens, ausgeschlossen werden, bleibt nichts mehr übrig, weder die Beobachtung noch die Beschreibung“ (ebd.:weiter lesen

Definition Soziale Arbeit: IFWS

Die Profession Soziale Arbeit fördert sozialen Wandel, Problemlösungen in zwischenmenschlichen Beziehungen sowie die Befähigung und Befreiung von Menschen zur Verbesserung ihres Wohlbefindens. Gestützt auf wissenschaftliche Erkenntnisse über menschliches Verhalten und soziale Systeme greift Soziale Arbeit dort ein, wo Menschen und ihre Umwelt aufeinander einwirken. Grundlagen der Sozialen Arbeit sind die Prinzipien der Menschenrechte und derweiter lesen

Sozialarbeit: Definition DBSH

Deutschsprachige Definition Sozialer Arbeit „Soziale Arbeit fördert als praxisorientierte Profession und wissenschaftliche Disziplingesellschaftliche Veränderungen, soziale Entwicklungen und den sozialen Zusammenhalt sowiedie Stärkung der Autonomie und Selbstbestimmung von Menschen. Die Prinzipien sozialer Gerechtigkeit, die Menschenrechte, die gemeinsame Verantwortung unddie Achtung der Vielfalt bilden die Grundlage der Sozialen Arbeit. Dabei stützt sie sich auf Theorien der Sozialenweiter lesen

Möglichkeit und Eigenschaft

Nach Matthias Varga von Kibed scheint ein wesentlicher Aspekt systemischen Denkens zu sein, dass Eigenschaften nicht so sehr in einem Individuum angesiedelt sind, sondern eher kommunikativ, zwischen mehreren Individuen „passieren“. Unsere Alltagserfahrung sagt uns jedoch, dass „mein Gegenüber“ bestimmte Eigenschaften aufweist, vor allem wenn gewisse, damit im Zusammenhang stehende Verhaltensweisen einer Person, sehr regelmäßig hervorgebracht werden (Verhaltensmuster).weiter lesen

Über die Neutralität von Moderatoren, Supervisoren und Leitungen

Über ein systemisches Xingforum bin ich kürzlich auf folgenden Beitrag gestossen: Die Landkarte der Veränderung Unter anderem folgende Passage fesselte meine Aufmerksamkeit: 1. Der Moderator steht in einem neutralen Verhältnis zu allen Teammitgliedern.2. Der Moderator taucht selbst in keiner Landkarte auf.3. Der Moderator kann emphatisch auch auf heikle Themen eingehen.4. Der Moderator kennt sich mitweiter lesen

Sind Sie Konstruktivist*in?

Na? Sind Sie einer, ein Konstruktivist? Wie bitte, was soll das denn sein? Ich gestehe: In philosophischen Gesprächen behaupte ich gerne, ich wäre einer. Was aber nicht heißt, dass ich genau weiß, was das ist. Eigentlich fühle ich mich ja als Systemiker. Doch das klingt noch seltsamer … Der Wissenschaftstheoretiker Matthias Varga von Kibed macht das schlauer.weiter lesen

Coaching als Mittel zur Teamentwicklung

Kann Coaching (Einzelcoaching) für im Sozialbereich Tätige hilfreich sein? Warum Coaching, wenn es mit dem Instrument der Supervision schon eine Form von Prozessbegleitung und Reflexion gibt? Hypothese: Für im Sozialwesen Beschäftigte kann es sinnvoll sein, sich regelmäßig caochen zu lassen! Für Geschäftsführer erhöht es die Qualität der Arbeit, dies zu bezahlen. Abgrenzung der Begriffe Coaching,weiter lesen

Epistemologie für Fussgänger

Der erste Schluck aus dem Becher der Natur führt zum Atheismus, aber auf dem Grund wartet Gott. [Werner Heisenberg] Zu denken, dass die Dinge so sind, wie ich sie wahrnehme, bezeichnete Paul Tholey als naiven Realismus. Zu glauben, dass es eine allgemeingültige Wahrheit gibt, bezeichnete Ernst von Glasersfeld als die Wurzel allen Übels. Warum wollenweiter lesen

Realität? Was soll das denn sein?

Realität gibt es nicht − und schon gar nicht eine einzige. Sie glauben dennoch, Sie könnten so etwas wie Realität erfassen? Nur zu, der Glaube daran kann mitunter recht nützlich sein. Denn Glaubenssätze strukturieren unsere Weltbilder – wir wollen ja schließlich nicht nur verwirrt „durch die Gegend laufen“. Trotzdem bleibt die Vorstellung von einer singulären Realität naiv, wenn nicht gar blödsinnig.weiter lesen